Photovoltaik
- Aufdach- und Indach-Anlage
Bei der Aufdach-Anlage werden die Module über der Dachhaut montiert. Bei Neubau oder Dachsanierung können sie stattdessen ins Dach integriert werden (Indach).
Quelle: Verbraucherzentrale, „Photovoltaik: Was bei der Planung einer Solaranlage wichtig ist“, Stand 26.08.2026
- Autarkiegrad
Der Anteil des eigenen Strombedarfs, den Photovoltaikanlage und gegebenenfalls Speicher decken. In einem typischen Einfamilienhaus steigt er mit Speicher von rund 25 bis 30 auf bis zu 70 Prozent. Ganz unabhängig vom Netz wird ein Haus wegen der Wintermonate auch mit Speicher nicht.
Quelle: Verbraucherzentrale, „Lohnen sich Batteriespeicher für Photovoltaik-Anlagen?“, Stand 02.07.2026
- Balkonkraftwerk
Eine kleine Photovoltaikanlage mit meist ein oder zwei Modulen und einem Wechselrichter, die über eine Steckdose einspeist. Der Wechselrichter darf höchstens 800 Watt abgeben, die Module dürfen bis zu 2.000 Watt Peak haben. Angemeldet wird sie im Marktstammdatenregister, beim Netzbetreiber nicht mehr.
Auch: Steckersolargerät
Quelle: Verbraucherzentrale, „FAQ zu Steckersolar-Geräten“, Stand 06.03.2026
- Degradation
Der altersbedingte Leistungsverlust von Solarmodulen.
Quelle: Fraunhofer ISE, „Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland“, Fassung 20.08.2026, S. 38
- Eigenverbrauchsquote
Der Anteil des erzeugten Solarstroms, der im eigenen Haushalt verbraucht wird. Ein Vier-Personen-Haushalt mit 5 kWp erreicht etwa 20 bis 30 Prozent, mit Batteriespeicher 50 bis 60 Prozent.
Quelle: Verbraucherzentrale, „Photovoltaik: Was bei der Planung einer Solaranlage wichtig ist“, Stand 26.08.2026
- Kilowatt-Peak (kWp)
Die Nennleistung einer Photovoltaikanlage: die maximale Leistung der Solarmodule unter standardisierten Laborbedingungen. Dadurch lassen sich Module und Anlagen vergleichen.
Quelle: Verbraucherzentrale, „Photovoltaik: Was bei der Planung einer Solaranlage wichtig ist“, Stand 26.08.2026
- Leistungsgarantie
Die Zusage des Herstellers, dass die Module über einen bestimmten Zeitraum eine festgelegte Mindestleistung bringen. Viele Hersteller geben bis zu 30 Jahre, einzelne 40 Jahre. Davon zu unterscheiden ist die Produktgarantie für Material- und Verarbeitungsfehler, oft bis zu zehn Jahre.
Quelle: Verbraucherzentrale, „Photovoltaik: Garantie- und Versicherungsbedingungen genau lesen“, Stand 05.11.2024
- Netzeinspeisung
Solarstrom, der im Haus gerade nicht gebraucht wird, fließt ins öffentliche Stromnetz. Dafür gibt es eine feste Vergütung je Kilowattstunde (Einspeisevergütung).
Quelle: co2online, „Photovoltaik: Eigenverbrauch oder Einspeisung?“, 24.06.2024; Verbraucherzentrale, „Photovoltaik: Was bei der Planung einer Solaranlage wichtig ist“, Stand 26.08.2026
- Verschattung
Schatten von Bäumen, Gauben oder Nachbarhäusern mindert den Ertrag. Ideal ist eine möglichst verschattungsfreie Dachfläche.
Quelle: Verbraucherzentrale, „Photovoltaik: Was bei der Planung einer Solaranlage wichtig ist“, Stand 26.08.2026
- Wechselrichter
Wandelt den Gleichstrom der Module in Wechselstrom mit 230 Volt für Haushalt und Stromnetz um. Neue Wechselrichter haben einen Wirkungsgrad um 98 Prozent.
Quelle: Verbraucherzentrale, „Photovoltaik: Was bei der Planung einer Solaranlage wichtig ist“, Stand 26.08.2026; Fraunhofer ISE, „Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland“, Fassung 20.08.2026, S. 40
PV-Speicher
- Energiemanagementsystem (EMS)
Steuert große Erzeuger und Verbraucher wie Photovoltaikanlage, Speicher, Wallbox oder Wärmepumpe zentral, zum Beispiel mit Wetterprognosen und Verbrauchswerten. Die Geräte müssen dafür zueinander passen.
Quelle: Verbraucherzentrale, „Lohnen sich Batteriespeicher für Photovoltaik-Anlagen?“, Stand 02.07.2026
- Hybrid-Wechselrichter
Ein Wechselrichter, der nicht nur Solarstrom für Haus und Netz umwandelt, sondern auch einen Batteriespeicher mit Solarstrom lädt.
Quelle: Verbraucherzentrale, „Lohnen sich Batteriespeicher für Photovoltaik-Anlagen?“, Stand 02.07.2026
- Kilowattstunde (kWh)
Maßeinheit für die Energiemenge. Ein Gerät mit einem Kilowatt Leistung, das eine Stunde läuft, verbraucht eine Kilowattstunde.
Quelle: Verbraucherzentrale NRW, „Wörterbuch der Energiebegriffe“ (Einfache Sprache), Stand 11/2024
- Lithium-Eisenphosphat (LFP)
Eine Zellchemie für Heimspeicher, die sich neben anderen Varianten am Markt durchsetzt.
Auch: LiFePO4
Quelle: Verbraucherzentrale, „Lohnen sich Batteriespeicher für Photovoltaik-Anlagen?“, Stand 02.07.2026
- PV-Speicher
Ein PV-Speicher ist ein Batteriespeicher für eine Photovoltaikanlage. Er speichert Solarstrom, der gerade nicht gebraucht wird, und erhöht so den Anteil, der im eigenen Haushalt verbraucht wird. Auch ein nachträglich eingebauter Speicher muss im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur gemeldet werden.
Auch: Stromspeicher, Batteriespeicher, Solarspeicher
Quelle: Energieberatung der Verbraucherzentrale, „Photovoltaik und Elektromobilität“ (Stand 10.03.2026); Verbraucherzentrale, „Marktstammdatenregister: Das müssen Sie bei Solaranlage und Co. wissen“ (Stand 23.07.2026)
- Wirkungsgrad des Speichers
Nicht der ganze eingespeicherte Strom kommt wieder heraus. Beispiel: Von 1.500 kWh Solarstrom, die im Jahr in den Speicher fließen, sind etwa 1.200 kWh im Haushalt nutzbar. Der Rest geht durch Umwandlung, Standby und den Schutz vor Tiefentladung verloren.
Quelle: Verbraucherzentrale, „Lohnen sich Batteriespeicher für Photovoltaik-Anlagen?“, Stand 02.07.2026
Wärmepumpe
- Bivalenzpunkt
Die Außentemperatur, ab der ein zweiter Wärmeerzeuger einspringt, weil die Wärmepumpe allein nicht mehr ausreicht. Meist ist das ein Heizstab. Ist die Wärmepumpe zu klein, muss der Heizstab zu viel leisten.
Quelle: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, „Wärmepumpen – Das sollten Sie wissen“, Stand 04/2025, S. 5–6
- COP (Leistungszahl)
Ein Verhältniswert: Wie viel Heizleistung entsteht aus der aufgenommenen elektrischen Leistung? Beispiel: Macht die Wärmepumpe aus 1 kWh Strom 5 kWh Wärme, ist der COP 5. Gemessen wird unter festen Prüfbedingungen, deshalb eignet er sich zum Vergleich von Geräten, nicht für die Effizienz im eigenen Haus.
Auch: Coefficient of Performance
Quelle: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, „Wärmepumpen – Das sollten Sie wissen“, Stand 04/2025, S. 13
- Inverter
Der Inverter regelt die Drehzahl des Verdichters (Kompressors). So passt die Wärmepumpe ihre Heizleistung stufenlos an den aktuellen Wärmebedarf an, statt nur ein- und auszuschalten.
Auch: drehzahlgeregelt, leistungsgeregelt
Quelle: Bundesverband Wärmepumpe, „Was ist eine Inverter-Wärmepumpe?“, 23.08.2023; Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, „Wärmepumpen – Das sollten Sie wissen“, Stand 04/2025, S. 11
- Jahresarbeitszahl (JAZ)
Das wichtigste Maß für die Effizienz im Betrieb: die im Jahr erzeugte Wärme geteilt durch den eingesetzten Strom. Eine JAZ von 4 heißt: aus 1 kWh Strom werden 4 kWh Wärme. Ab einer JAZ von 3 gilt eine Wärmepumpe als effizient.
Quelle: Verbraucherzentrale, „Wärmepumpe: Alles, was Sie wissen müssen“, Stand 14.04.2026; Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, „Wärmepumpen – Das sollten Sie wissen“, Stand 04/2025, S. 13–14
- Kältemittel
Der Stoff, der im Kreislauf der Wärmepumpe die Wärme transportiert. Natürliche Kältemittel wie Propan belasten das Klima kaum. Propan ist leicht entzündlich, deshalb stehen solche Geräte bisher meist draußen. Synthetische Kältemittel mit hohem Treibhauspotenzial werden nach und nach verboten.
Auch: Propan (R290)
Quelle: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, „Wärmepumpen – Das sollten Sie wissen“, Stand 04/2025, S. 10; Verbraucherzentrale, „Wärmepumpe: Alles, was Sie wissen müssen“, Stand 14.04.2026
- Monoblock
Eine Bauform, bei der oft alle Komponenten kompakt in einem Gerät stecken. Es kann innen oder außen stehen, braucht meist etwas mehr Platz als ein Split-Gerät, ist aber einfacher und schneller zu installieren.
Quelle: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, „Wärmepumpen – Das sollten Sie wissen“, Stand 04/2025, S. 5
- SCOP
Die jahreszeitbedingte Effizienz einer Wärmepumpe auf Basis einer genormten Temperaturkurve (Norm EN 14825). Dient dem Vergleich von Geräten, sagt aber nichts über die Effizienz in einem bestimmten Haus.
Quelle: Bundesverband Wärmepumpe, „Wo liegt der Unterschied in den Bezeichnungen Leistungszahl, SCOP, COP und Jahresarbeitszahl (JAZ)?“, 27.02.2018
- SG Ready
Ein Label des Bundesverbands Wärmepumpe für Wärmepumpen, deren Regelung sich in ein intelligentes Stromnetz einbinden lässt. Über ein Signal kann die Wärmepumpe gedrosselt werden oder bei Stromüberschuss, etwa aus der eigenen Photovoltaikanlage, verstärkt laufen und die Wärme im Puffer- oder Warmwasserspeicher speichern.
Quelle: Bundesverband Wärmepumpe, „SG Ready-Label“ (waermepumpe.de, abgerufen 28.10.2026)
- Split-Gerät
Außen- und Inneneinheit sind getrennt und über eine Kältemittelleitung verbunden. Das macht die Bauart sehr flexibel. Die Leitung darf nur zertifiziertes Fachpersonal verlegen.
Quelle: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, „Wärmepumpen – Das sollten Sie wissen“, Stand 04/2025, S. 5
- Vorlauftemperatur
Die Temperatur des Heizungswassers, das zu den Heizkörpern oder zur Fußbodenheizung fließt. Je niedriger sie ist, desto effizienter arbeitet eine Wärmepumpe. Als Faustregel gilt ein Haus als geeignet, wenn die Vorlauftemperatur möglichst ganzjährig unter 55 °C liegt.
Quelle: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, „Wärmepumpen – Das sollten Sie wissen“, Stand 04/2025, S. 3; Verbraucherzentrale, „Wärmepumpe: Alles, was Sie wissen müssen“, Stand 14.04.2026
- Warmwasserspeicher und Pufferspeicher
Der Warmwasserspeicher hält Trinkwasser zum Duschen und Waschen bereit; bei einer Wärmepumpe braucht er eine ausreichend große Wärmeübertragungsfläche. Der Pufferspeicher ist mit Heizungswasser gefüllt. Er sorgt vor allem für eine Mindestlaufzeit der Wärmepumpe und kann Wärme für das Abtauen liefern. Ein gemeinsamer Kombispeicher ist aus Effizienzgründen nicht zu empfehlen.
Quelle: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, „Wärmepumpen – Das sollten Sie wissen“, Stand 04/2025, S. 8 und 11
Wallbox
- Bidirektionales Laden
Das E-Auto kann Strom nicht nur laden, sondern auch wieder abgeben: an das eigene Haus (Vehicle to Home) oder ans Stromnetz (Vehicle to Grid). Wallbox und Auto müssen das unterstützen. Die Technik ist noch nicht im Markt etabliert und bisher teuer.
Auch: V2H, V2G
Quelle: Verbraucherzentrale, „Elektroauto: Mit eigener Ladestation Solarstrom vom Dach laden“, 24.07.2025
- Ladeleistung
Die Ladeleistung wird in Kilowatt (kW) angegeben. Zu Hause sind Wallboxen mit 11 kW und 22 kW üblich, an Schnellladesäulen entlang von Autobahnen sind 150 bis 300 kW üblich.
Quelle: ADAC, „Elektroauto laden: Zu Hause, an der Wallbox oder der öffentlichen Ladesäule“, 19.11.2024
- Typ-2-Stecker
Der Standardstecker zum Laden mit Wechselstrom. Fast alle Hersteller statten ihre Elektroautos damit aus.
Quelle: ADAC, „Autostrom für zuhause: E-Autos sicher und günstig laden“, 02.01.2024
- Überschussladen
Das E-Auto lädt mit dem Solarstrom, der gerade nicht im Haus gebraucht wird. Ein Energiemanagementsystem passt die Ladeleistung an: bei viel Sonne schneller, bei wenig langsamer. Aus technischen Gründen lädt ein E-Auto mit mindestens 1,4 kW; diese Leistung sollte nach dem Hausverbrauch übrig sein.
Quelle: Verbraucherzentrale, „Elektroauto: Mit eigener Ladestation Solarstrom vom Dach laden“, 24.07.2025